Pressemitteilung der Schwimmvereine „SV Brambauer 50“, „SC Cappenberger See“, „SV Lünen 08“
und „SSC ‚TUS‘ Lünen-Wethmar 1953/99“Ā sowie der „SG Lünen“
Die vier in Lünen angesiedelten Schwimmvereine „SV Brambauer 50“, „SC Cappenberger See“, „SV Lünen 08“ und „SSC āTUSā Lünen-Wethmar 1953/99“ sowie die Startgemeinschaft Schwimmen Lünen, unter deren Namen die aktiven Wettkampfsportlerinnen und -sportler aus den Vereinen ihren Sport betreiben, wenden sich mit einer Pressemitteilung an ihre Mitglieder und die schwimmsportinteressierte Ćffentlichkeit, um über den Stand des Vereinsbetriebes zu informieren sowie einen Ausblick in die Zukunft nach dem Ende des sportlichen „Lockdowns“Ā zu geben.
Aktuell ist leider ein fast vollstƤndiges Ruhen der VereinsaktivitƤten zu verzeichnen. Nur in kleinen Teilbereichen existieren noch Sportangebote wie zum Beispiel ein „Zoom-Trockentraining“ für (eigentlichā¦) aktive Wettkampfschwimmerinnen und -schwimmer. Auch die Vorstandsarbeit findet fast vollstƤndig „hinter den Kulissen“ statt. Sitzungen werden durch Videokonferenzen abgehalten und werden deutlich weniger hƤufig als gewohnt terminiert. Der Schwimmsport ist nun einmal abhƤngig davon, dass BadkapazitƤten zur Verfügung stehen. SƤmtliche BƤder sind aber aktuell geschlossen, natürlich nicht nur in Lünen, sondern überall. Der Wettkampfbetrieb ruht seit Beginn der Corona-Pandemie Anfang des vergangenen Jahres.
Dennoch halten die Mitglieder erfreulicherweise an ihrer Vereinszugehƶrigkeit in Treue fest. Es werden kaum „Corona“-bedingte Kündigung ausgesprochen. Allerdings finden auch so gut wie keine Neuaufnahmen statt. Ćblicherweise treten insbesondere Kinder, des ƶfteren gemeinsam mit ihren Eltern, in einen Schwimmverein ein, um das Schwimmen zu erlernen und erste Abzeichen zu erwerben. Dies erfolgt derzeit so gut wie gar nicht, weswegen per Saldo die Mitgliederzahlen im Jahre 2020 deutlich gesunken sind. Es bleibt abzuwarten, wie schnell der Mitgliederstand sich nach Wiedererƶffnung der BƤder und Aufnahme des Vereinsbetriebes erholen kann. Wichtig ist dies auch für die finanzielle Situation der Vereine, laufen doch Kosten für Verbandsabgaben, Versicherungen und ā bezogen auf die Vereinsheime ā Strom, Wasser, Heizungen und gƤrtnerische Pflege weiter.
Perspektivisch sind die Vereine sƤmtlich für den Schwimmbetrieb nach einem „Lockdown“ gut gerüstet und kƶnnten den Ausbildungs- und Trainingsbetrieb sofort wieder aufnehmen. Natürlich sind Hygienekonzepte schon zum Sommer 2020, dabei sowohl für die Freibad- als auch die Hallenbadsituation, erstellt worden. Im Sommer und im Herbst konnten sie in der Praxis erfolgreich erprobt werden. Freuen würden sich die VorstƤnde und Ćbungsleiter(innen) der Schwimmvereine darüber, wenn sich die Verantwortlichen der BƤdergesellschaft Lünen GmbH, der Stadtwerke Lünen GmbH und der Stadt Lünen nach Wiedererƶffnung der BƤder hiervon vor Ort überzeugen. Sie sind herzlich dazu eingeladen.
Ein Appell sei an die BƤdergesellschaft Lünen GmbH gerichtet. Es sollte unbedingt frühestmƶglich mit der Auswinterung des Freibades „Cappenberger See“ begonnen werden, dabei vƶllig unabhƤngig von der Pandemie-Lage. Sobald halbwegs sportkompatible AuĆentemperaturen herrschen, sollte das Freibad in jedem Falle startbereit sein, um keinen zeitlichen Versatz nach Ende des „Lockdownsā zu riskieren. Der Aufholbedarf im Schwimmsport ist groĆ, natürlich auch bei der Lünener Bevƶlkerung! Im Freibad kƶnnen natürlich grƶĆere AbstƤnde eingehalten werden und der Sportbetrieb erfolgt eben nicht im geschlossenen Raum.
Am wichtigsten wird es allerdings sein, die unterbliebene Nichtschwimmerausbildung wieder auszugleichen. Es fehlen mindestens zwei Generationen ausgebildeter Nachwuchsschwimmer! Nicht nur die DLRG, sondern natürlich auch die Schwimmvereine warnen vor den katastrophalen Folgen dieser „Nichtschwimmerdelle“. Es gibt ohnehin schon viel zu viele Schüler(innen) in den Grund- und sogar weiterführenden Schulen, die nicht schwimmen kƶnnen. Es wird deshalb ein Konzept mit der BƤdergesellschaft Lünen GmbH angestrebt, wie hier zusƤtzliche Anstrengungen gemeinsam unternommen werden kƶnnen, dieser hƶchst bedauerlichen Entwicklung entgegenzuwirken. Es wird sicherlich erforderlich sein, zusƤtzliche Kurse anzubieten und über den bisherigen Ćbungsleiterstamm hinaus Personal zu akquirieren, das sich um die Schwimmausbildung kümmert. Die Verantwortlichen der SG Lünen haben bereits verlauten lassen, dass erfahrene und erfolgreiche Athletinnen und Athleten aus der ersten Mannschaft der SG Lünen zur Verfügung gestellt werden, um hier zusƤtzlich Ćbungsstunden in der Schwimmausbildung anbieten zu kƶnnen. Natürlich geht dies für die Vereine auch mit steigenden Kosten einher, die durch die im Kinder- und Jugendbereich geringeren MitgliedsbeitrƤge nicht aufgefangen werden kƶnnen, zumal für jedes neue Mitglied auch wieder BeitrƤge zu VerbƤnden, Versicherungen und so weiter geleistet werden müssen. Wünschenswert wƤre an dieser Stelle eine finanzielle Unterstützung durch die Kommune im Rahmen ihrer Fƶrdermƶglichkeiten für den Sport. Eine Hilfe wƤre es auch, wenn zusƤtzliche Vereinszeiten für dieses Segment des Sportbetriebes ohne Kostenbelastung für den jeweiligen Verein selbst bleiben kƶnnten.
Die Vorstände der Schwimmvereine und der SG Lünen bedanken sich jedenfalls ganz herzlich bei ihren Mitgliedern für ihre Treue und bei den (eigentlich) aktiven Sportlerinnen und Sportlern für ihre Geduld. Schwimmen ist eben eine Ausdauersportart, bei der auch in diesen Zeiten Durchhaltevermögen Programm ist.
SV Brambauer 50 ā SC Cappenberger See ā SV Lünen 08 ā SSC „TUS“ Lünen-Wethmar 1953/99 ā SG Lünen